Wie kam der Nikolaus nach Köln? Vortrag von Hans Gerd Grevelding im Rahmen von CULTours and more am 06.12.2017

Hans Gerd Grevelding erklärt die Geschichte des Nikolaus

„lustig, lustig, tralalalala“ klang es am Ende der gut besuchten Veranstaltung, als Referent Hans Gerd Grevelding die Zuhörer dazu ermunterte, das bekannte Nikolauslied mitzusingen. Zuvor hatte Grevelding einen weiten historischen Bogen gespannt von dem historischen Nikolaus in Myra, dem heutigen Demre in der Türkei bis in das frühmittelalterliche Köln.
Anfang des 9. Jahrhunderts wurde eine sehr gebildete junge Dame namens Theophanu aus dem Königshaus in Istanbul mit Otto II verheiratet. Theophanu wurde bald Kaiserin und brachte griechische Kultur und Tradition in die damals rückständigen deutschen Lande. Dazu gehörte unter anderem die Verehrung des Nikolaus, dem in Sagen und Legenden viele wohltätige Taten zugesprochen wurden. So errettete er zu Beispiel drei Jungfrauen durch eine Geldspende vor der Prostitution oder rettete drei dem Tod geweihte Knaben vor einem rabiaten Metzger. Kaiserin Theophanu sorgte durch den Bau von vielen Nikolaus-Kapellen und -Kirchen für die rasche Verbreitung des Nikolauskults in ihrem Reich. Die Klosterkirche in Brauweiler zum Beispiel ist dem Heiligen Nikolaus geweiht.
Wir Kölner verdanken den Nikolausstiefel also der Kaiserin Theophanu, deren Sarkophag in Sankt Pantaleon zu bestaunen ist.


Home          zurück          nach oben