21.10.2016 Museumsbesuch Egino-Weinert-Stiftung in Königsdorf

Im Alter von 14 Jahren trat Egino Weinert als Klosterschüler in die Abtei Münsterschwarzach bei Würzburg ein. Den Namen Egino erhielt er beim Eintritt ins Kloster, ab 1937 machte er  eine Lehre als Restaurator, Kirchenmaler und Bildhauer. 1941 legte er seine Gesellenprüfung als Gold- und Silberschmied mit Auszeichnung ab.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Weinert von 1941 bis 1945 zur Kriegsmarine eingezogen. Während eines Fronturlaubs legte er die Meisterprüfung ab. Nach Kriegsende 1945 kehrte Weinert ins Kloster Münsterschwarzach zurück. Im selben Jahr verlor er seine rechte Hand in seinem Elternhaus in Berlin durch eine als Elektrosicherung getarnte Sprengfalle. Es dauerte mehr als ein Jahr, bis er danach wieder einfache Goldschmiedearbeiten mit der verbleibenden linken Hand ausführen konnte.

1947 besuchte efrau-weinertr  die Kölner Werkschule.1949 wurde Weinert durch einen Konventsbeschluss aus dem Kloster ausgeschlossen, unter anderem, weil er von der Kunstschule zahlreiche weibliche Aktzeichnungen mitgebracht hatte und weil seine Heiligendarstellungen von den konservativen Benediktinern als zu abstrakt angesehen wurden.

Nach dem Ausschluss gründete Weinert 1951 sein erstes eigenes Atelier in Bonn. 1954 ließ er sich schließlich mit eigenem Atelier und eigener Werkstatt in Köln nieder, wo er bis zu seinem Tod wohnte. Es folgten 1963 eine zweite Werkstatt im spanischen Dénia und später ein Ausstellungshaus in Frechen-Königsdorf.

In seinen Werkstätten schuf Weinert eine Vielzahl von Sakralgegenständen wie Altäre, Tabernakel, Tauf- und Weihbecken, Ambonen, Kreuze, Kreuzwege, Madonnen, Kelche, Leuchter Er wurde schnell überregional bekannt und arbeitete für mehrere Päpste, u. a. Johannes XXIII. und Johannes Paul II.

Das Ausstellungshaus in Königsdorf beherbergt eine Dauerausstellung mit Arbeiten des Künstlers; weiterhin ist es Sitz der 2007 gegründeten Egino-Weinert-Stiftung.

Nach dem Tod seiner ersten Frau Anneliese, mit der er vier Kinder hatte, heiratete Weinert 1985 Waltraud Förster (siehe Foto links, während des Vortrags zu dem Leben und künstlerischen Schaffen ihres Mannes).

Egino Weinert starb am 4. September 2012 im Alter von 92 Jahren und wurde am 11. September 2012 auf dem Friedhof in Kleinkönigsdorf beigesetzt.                                 Quelle: Wikipedia

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Wir danken Frau Waltraud Weinert und ihren liebenswürdigen Mitarbeiterinnen für diesen eindrucksvollen Nachmittag!


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