02.05.2017 CULTours and more: Vortrag „Redewendungen vom Essen“ von Hanspeter Rieder

Vor einem interessierten und aufmerksamen Publikum erzählte Hanspeter Rieder in der Cafeteria des Hockey- und Judozentrums der

Aufmerksame Zuhörer beim Vortrag über Redewendungen vom Essen

Sporthochschule zu Köln Geschichten über Redewendungen vom Essen. Dabei waren die Mitglieder und Freunde von „Engage in Age“ zunächst aufgefordert, die Bedeutung von Redewendungen wie zum Beispiel „Du kannst mir nicht das Wasser reichen“ oder „mit dem ist nicht gut Kirschen essen“ zu erfassen und den Gebrauch in der Alltagssprache zu erläutern.

Tischsitten im Mittelalter: Wer darf wem das Wasser reichen?

Anschließend erzählte H. Rieder in kleinen, in sich abgeschlossenen Geschichten die Herkunft oder den Ursprung der Redewendungen. Das Alte Testament ist wohl die älteste Quelle für eine heute noch gebräuchliche Redewendung, nämlich „er spuckt Gift und Galle“. Einige Redewendungen entpuppen sich als sehr treffsichere Beschreibungen physiologischer Vorgänge in Mensch und Tier. Dazu gehören „mir läuft das Wasser im Mund zusammen“, „mir dreht sich der Magen um“ oder „man hat schon Pferde kotzen sehen“.

Viele Redewendungen haben ihren Ursprung in Sitten und Gebräuchen im Mittelalter. Dazu gehören „mir bleibt der Bissen im Hals stecken“, „reinen Wein einschenken“ oder „den Löffel abgeben“.  Jüngeren Datums ist „essen wie Gott in Frankreich“, diese Redewendung entstand in Deutschland während der Französischen Revolution.

Eine Sonderstellung nimmt „das Ei des Kolumbus“ ein. Diese Redewendung konnte von H. Rieder in Form einer Bilderreichen Anekdote dargestellt werden. Darin geht es um ein Festessen, zu dem Kardinal Mendozza 1493 zu Ehren von Christoph Columbus eingeladen hatte. Die Zuhörer dankten H. Rieder für seine Geschichten über Redewendungen vom Essen mit freundlichem Applaus.

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